Hypnose oder auch Hypnotherapie, Hypnosetherapie,

Trance oder Hypnocoaching

Bei der Begleitung durch Hypnose wird in Trancezuständen die
Aufmerksamkeit auf innere Prozesse gerichtet und die eigenen,
zum Teil schlummernden Fähigkeiten und Kräfte des Kindes
werden aktiviert.
Immer mehr Studien zur Wirksamkeit von Hypnotherapie belegen
die raschen Erfolge von Hypnose als therapeutisches Verfahren.
Die moderne Hypnose ist gerade für unsere Kinder, die in einer
schnelllebigen und auf Äußerlichkeiten fixierte Gesellschaft auf-
wachsen, ein wichtiger Gegenpol.
Hypnose erlangt große Anerkennung in unterschiedlichen Kontexten:

• in modernen Zahnarztpraxen zur Regulierung von Angstzuständen
• bei der Anästhesie für medizinisch operative Behandlungen
• in der Psychotherapie bei die Behandlung traumatischer Erlebnisse
• zur besseren Bewältigung von Chemotherapien bei krebskranken Kindern
• bei beratenden Berufen wie Coaching, Lebenshilfe und ähnlichem.

 


Wir setzen die Hypnosetherapie bei Kindern unter anderem erfolgreich
ein bei der Behandlung von:

• Schmerzen
• Zahnarztangst
• Flugangst
• Prüfungsangst
• Schlafstörungen
• Schlaflosigkeit
• Migräne
• Schüchternheit
• Gewichtsregulierung
• Blockaden
• Panikattacken
• Biographiestress
• Agoraphobie
• Entscheidungsschwierigkeiten
• persönlichen Problemen, die den Alltag erschweren


 
Was ist eigentlich Hypnose?
Man könnte die Hypnose als einen Zustand zwischen Wachsein und Schlafen bezeichnen. Das hypnotisierte Kind ist körperlich tief entspannt, während es geistig aber äußerst konzentriert und aufmerksam ist. Das Zeitgefühl geht verloren, die Umwelt wird unwichtig, man fühlt sich sehr wohl - eine Art Kurzurlaub für Körper und Seele. Häufig fällt es Kindern im Vergleich zu Erwachsenen noch viel leichter, sich auf das Tranceerleben einzulassen, da sie noch viel mehr mit ihrer Phantasie und inneren Bildern in Kontakt stehen. 

Was erlebt man in Trance?
Subjektiv wird der hypnotische Trancezustand vom Kind in der Regel als Tiefentspannung empfunden, wobei manchmal lebhafte innere Bilder oder Gefühle zugänglich werden, die als wesentlich intensiver und "realer" wahrgenommen werden, als im Wachzustand. Suggestionen werden in Trance leichter angenommen und können für Heilungsprozesse benutzt werden.
Oft treten überraschende Erkenntnisse zum Vorschein und manchmal bleiben sie unbewusst.
 

Vorurteile über Hypnsose
Die meisten Vorurteile über Hypnose gehören in das Reich der Märchen und Fabeln. Grundsätzlich gilt immer: Niemand ist in Hypnose dem Hypnotiseur ausgeliefert. Niemand würde in Hypnose Dinge tun, die er im Wachzustand ablehnen würde. Hypnose ist immer freiwillig.
Moderne angewandte Hypnose verwenden wir bei Kindern mit dem Ziel, sie zu stärken und ihnen zu helfen, zuversichtlich mit schwierigen Situationen umzugehen. Sie setzt bei allen Behandlern, die sie anwenden, eine umfangreiche Ausbildung und die Verpflichtung zu verantwortungsvollem Einsatz voraus.

Unsicherheit beim Gedanken an Hypnose
Viele Menschen haben beim Wort Hypnose ein unsicheres Gefühl. Dabei ist moderne angewandte Hypnose ganz anders, als die meisten glauben.
Angewandte Hypnose wird oft mit Bühnen- oder Showhypnose verwechselt. Beides hat aber nicht das Geringste miteinander zu tun.
Wir setzen die moderne Hypnose als Mittel zur wirksamen Behandlung ein mit dem Ziel, Kinder zu heilen und zu helfen. Sie wirkt und funktioniert nur auf der Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.
 

Kontrollverlust und willenlose Fremdbestimmung
Wir sehen das Kind als Kooperationspartner und aktiven Gestalter seiner Trance-Prozesse. Es geht nicht darum, das Kind zu manipulieren, sondern ihm Möglichkeiten zu eröffnen, latente Fähigkeiten nutzbar zu machen.
 

Moderne Hypnose
Der Umfang einer Hypnosetherapie beschränkt sich oft auf wenige Sitzungen. Die Behandlung geschieht auftragsorientiert, das heißt, der Therapeut ermittelt mit dem Kind und den Eltern Ziele, die in der weiteren Beratung verfolgt werden und deren Erreichen am Ende überprüft wird. Voraussetzung für eine gelingende Therapie ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung für das Verfolgen der gemeinsam gesetzten Ziele. Dazu ist eine Begegnung „auf gleicher Augenhöhe", also ein möglichst geringes „Machtgefälle" zwischen Therapeut und Kind, erwünscht.
 

Wie wird man in Trance geführt?
Es gibt die unterschiedlichsten Arten in Trance zu gehen. Für die ersten
Sitzungen empfiehlt sich eine langsame gleitende Art, damit das Kind
sich darauf einstellen kann und nicht überrascht wird, sondern bewusst
erlebt, wie Trance sich anfühlt. Die meisten Induktionen funktionieren über
die Sprache, wobei innere Bilder oder äußere Mittel wie Zählen, Punktfixation,
Körperreisen, Treppen, Blitzinduktion und Pendeln eingesetzt werden.
 

Suggestionen
Suggestionen werden in Trance leichter angenommen und können für Heilungsprozesse benutzt werden.
Direkte und indirekte Suggestionen öffnen den Zugang zu verborgenen Fähigkeiten und unbewussten Potentialen.
Auch die unbewussten Suggestionen von Ärzten wirken wie bewahrheitende Vorhersagen bei Heilungsprozessen und dem Fortschreiten von Krankheitszuständen bei Patienten.


Physiologische Veränderung in Trance

In Trance treten gut erforschte physiologische Veränderungen auf. Dazu zählen die Erniedrigung von Muskelspannung, Herzfrequenz und Blutdruck, eine regelmäßigere und langsamere Atmung, eine veränderte Aktivierung bestimmter Hirnareale, eine Abnahme des Stresshormonspiegels, Veränderungen im Blutbild sowie eine geringere Aktivierbarkeit von Reflexen.
Hypnose ist in der Lage, physiologische Stressreaktionen zu beeinflussen. Dadurch stellt sie eine wirksame Behandlung bei Erkrankungen dar, die durch psychische Belastung verursacht oder beeinflusst werden.
 

Phänomene die in Trance auftreten
• Zeitverzerrung - Klienten erleben die Dauer der Trance viel länger oder
   kürzer. Die Zeitempfindung ist stark verändert.
• Regression - Reisen in die Vergangenheit mit Zugängen zu detailierten
   Erinnerungen sind möglich.
• Progression - Reisen in die eigene Zukunft. Das "Ich" in der Zukunft als
   Berater nutzen.
• Positive Halluzinationen - Auf Erlebnisse in Trance reagiert der Körper,
   als wären sie real.
• Anästhesie - Körperregionen und Körperteile können schmerzunempfindlich
   werden oder ein Taubheitsgefühl kann initiiert werden.
• Amnesie - Bestimmte Anleitungen und Einladungen des Hypnotiseurs werden
   nach der Trance nicht erinnert.
• Levitation - Arme oder Beine können starr ohne bewussten Muskelaufwand
   in der Luft schweben.
 

Erickson'sche Hypnotherapie - Milton Erickson
Milton Erickson wird als Vater der modernen Hypnotherapie angesehen.
Mit seiner von Empathie und „Nicht-Wissen“ geprägten Arbeitsweise revolutionierte er die vormals starre Hypnose zu einer humanistischen Therapieform, in der permissive und indirekte Suggestionen an die Stelle direktiver Beeinflussung treten und alles, was der Klient mitbringt, utilisiert wird (Utilisationsprinzip).

Eine radikale neue Sichtweise Ericksons bestand in dem Anzweifeln, dass „Bewusstwerdung“ oder kognitives Verstehen notwendig sei für Veränderung oder Heilung. Hier bricht Erickson das alte abendländische Paradigma des „Erkenne dich selbst“ in der aufklärerischen Lesart des Descart’schen Satzes „cogito, ergo sum“. Erickson bezweifelte grundsätzlich, dass Wissen oder kognitives Verstehen zwangsläufig zu einer Verhaltens- oder Erlebensveränderung führt.

Da das Unbewusste eher in Bildern als in Worten denkt, kommunizierte Milton Erickson mit Vorliebe in Geschichten, Anekdoten, jeglicher Form von Metaphern. Er war ein Meister von Geschichten und der Flexibilität – jedes Mal, selbst bei der 100sten Wiederholung einer Geschichte, erzählte er sie ganz neu, individuell für den jeweiligen Zuhörer und dessen Bedürfnisse zugeschnitten.

Seine Denkweisen, Paradigmen und Interventionen sind nicht nur Grundlage der modernen Hypnose, sondern beeinflussten breite Teile seiner Kollegenschaft. Sie beeinflussten die moderne Kommunikationspsychologie, die Aufwertung der Beziehung zwischen Menschen für den kommunikativen und therapeutischen Prozess, die Ansätze der Systemischen Sichtweise, die Entwicklung kurzzeittherapeutischer Interventionen und natürlich ganz maßgeblich das NLP.

Erickson war ein revolutionärer Denker seiner Zeit. Er hat Menschen konsequent in ihrem persönlichen Kontext verstanden und sie mit unerschütterlichem Glauben an die höhere Intelligenz des Unbewussten mit ihren Kraftquellen verbunden.

Daten:
Milton Hyland Erickson; 05.12.1901 - 25.03.1980
1939 Approbation als Facharzt für Psychiatrie
1934-1948 Professur für Psychiatrie, med. Fakultät der Wayne State Universität in Detroit, Michigan.
1947 Umzug nach Phoenix; Gründung seiner privaten Praxis. Von hier aus bis 1969 ausgiebige Vortrags- und Lehrreisen. Hier fand auch die Arbeit zum „Milton-Modell“ statt.
1957 gründete Erickson als Vorsitzender die Amerikanische Gesellschaft für Klinische Hypnose.
1958 gründete er das „American Journal of Clinical Hypnosis“, das er bis 1968 herausgab.
1974 musste er gesundheitsbedingt seine Praxis aufgeben.